Mit den neuen DATEV-Anbin­dungen erwei­tert ecm:one die Möglich­keiten zur auto­ma­ti­sierten Daten­ver­wal­tung in zwei zentralen Berei­chen: Liefe­ran­ten­stamm­daten und Perso­nal­akten. Die von Aysha entwi­ckelte Liefe­ran­ten­schnitt­stelle ermög­licht die Über­tra­gung von Stamm­daten aus ecm:one nach DATEV. Parallel dazu sorgt die von Franka umge­setzte Synchro­ni­sa­tion von Perso­nal­akten, Mitar­bei­ter­stamm­daten und Doku­menten aus der Lohn- und Gehalts­ab­rech­nung (Lohn­aus­tausch­da­ten­ser­vice, hr:exchange) für einen durch­gän­gigen Daten­aus­tausch zwischen DATEV und ecm:one. Beide Inte­gra­tionen redu­zieren manu­elle Aufwände und schaffen trans­pa­rente, sichere Prozesse. Darüber hinaus ermög­licht die Schnitt­stelle DATEV Buchungs­da­ten­ser­vice (accounting.extf-files) den auto­ma­ti­sierten Austausch von Buchungs­daten im EXTF-Format. Eine weitere Schnitt­stelle, der DATEV Beleg­bil­der­ser­vice Rech­nungs­wesen (accounting:documents), ermög­licht die struk­tu­rierte Ablage und Über­tra­gung von Belegen direkt aus ecm:one.

Damit der Daten­aus­tausch nicht nur schnell, sondern auch zuver­lässig funk­tio­niert, werden alle rele­vanten Infor­ma­tionen bereits vor der Über­tra­gung geprüft.

Bevor Daten über­tragen werden, greifen Vorprü­fungen, die typi­sche formale oder inhalt­liche Fehler früh­zeitig sichtbar machen. So lassen sich fehlende Pflicht­an­gaben oder unplau­sible Werte direkt korri­gieren, bevor fehler­hafte Daten­sätze über­haupt in DATEV ankommen. Und selbst wenn DATEV trotz dieser Checks eine Verar­bei­tung ablehnt, bleibt der Prozess nach­voll­ziehbar: Die Rück­mel­dung wird struk­tu­riert aufbe­reitet, inklu­sive konkreter Hinweise zu Ursache und betrof­fenen Feldern, damit Korrek­turen schnell möglich sind.

Wie die beiden DATEV-Anbin­dungen entstanden sind, welche tech­ni­schen Heraus­for­de­rungen dabei gelöst werden mussten und worauf es aus Sicht der Entwick­le­rinnen beson­ders ankam, erzählen Aysha und Franka im anschlie­ßenden Interview.

Welches konkrete Problem löst die neue DATEV-Schnitt­stelle für unsere Kunden?

Aysha:

Vorher mussten Kunden ihre Stamm­daten manuell zwischen ecm:one und DATEV abglei­chen. Das war zeit­auf­wendig und fehler­an­fällig. Mit der neuen Schnitt­stelle erfolgt die Über­tra­gung auto­ma­tisch per Klick, was Zeit spart und Fehler reduziert.

Franka:

Durch die Schnitt­stelle können Perso­nal­akten, die schon bei DATEV ange­legt sind, ganz einfach synchro­ni­siert werden und somit auto­ma­tisch als Perso­nal­akten mit den passenden Meta­daten hoch­ge­laden werden. Außerdem können eben­falls Doku­mente, die in DATEV bestehen (LOBN / Lohn­aus­tausch­da­ten­ser­vice hr:exchange, LOSB / Lohn­aus­wer­tungs­da­ten­ser­vice hr:payrollreports), in die ecm:one Umge­bung geholt werden, sodass diese nicht mehr einzeln über­tragen werden müssen.

Was war eure Rolle im Projekt?

Aysha:

Ich war als Entwick­lerin an der ecm:one Liefe­ran­ten­an­wen­dung betei­ligt. Meine Haupt­auf­gabe war die Konzep­tion und Umset­zung der DATEV-Schnitt­stelle, damit Kunden ihre Liefe­ran­ten­stamm­daten direkt aus unserem System an DATEV über­tragen können.

Franka:

Das DATEV-Perso­nal­daten Projekt hat mich seitdem ich hier vor einigen Monaten ange­fangen habe, begleitet und es ist aufre­gend zu sehen, dass es sich jetzt langsam dem Ende zuneigt.

Welche Quali­täts­an­for­de­rungen waren beson­ders wichtig?

Aysha:

Beson­ders wichtig waren Daten­qua­lität, Sicher­heit und Nach­voll­zieh­bar­keit. Vor jeder Über­tra­gung werden die Daten vali­diert, die Anmel­dung erfolgt sicher über OAuth2 und sensible Infor­ma­tionen werden nicht im Logging gespeichert.

Franka:

Beson­ders der sichere Umgang des Access-Token hat eine wich­tige Rolle gespielt, damit der Login reibungslos und ohne Sicher­heits­lü­cken ablaufen kann.

Wie habt ihr sicher­ge­stellt, dass die Daten korrekt über­tragen werden?

Aysha:

Die Zuord­nung der ERP-Felder zu den DATEV-Feldern ist fest im System defi­niert. Zusätz­lich werden die Daten vor dem Upload vali­diert und anschlie­ßend noch einmal von DATEV geprüft.

Franka:

Für die Perso­nal­akte werden die rele­vanten Meta­daten aus der Datev-Perso­nal­akte, direkt im Code den passenden Eigen­schaften der ecm:one-Personalakte zuge­ordnet. Exis­tiert schon eine Akte mit einer bestimmten Perso­nal­nummer im ecm:one System werden ihre Meta­daten aktua­li­siert, wenn nicht, wird eine neue angelegt.

Gab es Heraus­for­de­rungen während der Entwicklung?

Aysha:

Ja, es gab verschie­dene Heraus­for­de­rungen, zum Beispiel Probleme mit Redirect‑URLs, CSV‑Encoding, Trenn­zei­chen beim Import oder Logout‑Prozessen. Viele dieser Themen konnten wir durch Tests und Debug­ging lösen.

Franka:

Eine Zeit lang sind die Nutzer­daten, die bei der Anmel­dung bei DATEV ange­zeigt werden, nach einem Page Refresh einfach verschwunden. Daraus haben wir gelernt: Eine konsis­tente Daten­über­gabe ist schon wichtig.

Was war der schwie­rigste Teil – fach­lich und technisch?

Aysha:

Der tech­nisch anspruchs­vollste Teil war die OAuth2‑Integration mit DATEV. Dabei ging es um die sichere Authen­ti­fi­zie­rung, die Verwal­tung der Tokens und die Verar­bei­tung der Upload‑Ergebnisse. Außerdem verhielt sich die Sandbox teil­weise anders als beschrieben, was zusätz­liche Tests erfor­der­lich machte.

Franka:

Der schwie­rigste Teil war vermut­lich die Archi­tektur so aufzu­bauen, dass alles modu­la­ri­siert ist, damit alle Teile gut zusam­men­spielen können. Da musste ich ein wenig expe­ri­men­tieren, bevor ich eine gute Lösung gefunden habe.

Was war das schönste Feed­back, das ihr bekommen habt?

Aysha:

Das schönste Feed­back war, als der Prüfer bestä­tigt hat, dass die Schnitt­stelle einwand­frei funk­tio­niert und für die Produk­tion frei­ge­geben werden kann.

Franka:

Beson­ders hat es mir natür­lich gefallen, als dann alles so funk­tio­niert hat wie ich wollte und wir auch die erste DATEV‑Prüfung für die Doku­men­ten­syn­chro­ni­sa­tion bestanden haben!